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9.11.2006: Die IMO Gruppe – zukunftsorientiertInnovative Unternehmenskultur im Zeichen der Nachhaltigkeit
Das Institut für Marktökologie (IMO), eine weltweit tätige Gruppe von Inspektions- und Zertifizierungsstellen, hat sich modernisiert: die verschiedenen Unternehmen sind nunmehr in einer Holding zusammengefasst - die IMOgroup AG. Gleichzeitig wurden interne Strukturen und Prinzipien verabschiedet, die sowohl unternehmerisch als auch sozial richtungweisend sind. Gleichgewicht der Kräfte In nur 15 Jahren ist das IMO vom Zweimannbetrieb zu einer internationalen Unternehmensgruppe mit 20 Vertretungen und 300 Mitarbeitern in über 70 Ländern angewachsen. Schwerpunkt der Tätigkeit ist die Zertifizierung von Herstellern und Produkten umweltfreundlicher und sozial verantwortlicher Produktion, wie Bioprodukte, Naturtextilien, Forstwirtschaft, Kosmetik und fairer Handel. IMO gehört zu den führenden Dienstleistern seiner Sparte und hat sich einen Namen als hochqualifizierte und unabhängige Zertifizierungsstelle sowie als Förderer der Regionalentwicklung gemacht. Um der Vielfalt an Eigenheiten und Kultureinflüssen gerecht zu werden und doch die einheitliche Qualität zu garantieren, hat die Gruppe jetzt eine Neuorientierung und Konsolidierung erfahren. Die Herausforderung war, zwischen zentralen Ansprüchen der gesamten Unternehmensgruppe und dezentralen Forderungen der lokalen Vertretungen ein Gleichgewicht und einen gegenseitigen Austausch zu finden; dies sowohl im rechtlichen, als auch im wirtschaftlichen und sozialen Bereich. Einheit in der Kernkompetenz – Dezentralisierung in lokalen Strukturen Die neue Holding ist verantwortlich für das gesamte Qualitätsmanagement und stellt die Umsetzung durch geeignete Verfahren in allen Regionalstellen sicher. Know-how Zentren führen für die gesamte Gruppe Forschung, Entwicklung und Schulung in einzelnen Kontrollverfahren und Richtlinien durch. Gleichzeitig zeigt sich die Gruppe einheitlich mit neuem Logo und umfassendem Internetauftritt. Der Kontakt zum Kunden und die „Übersetzung“ der internationalen Anforderungen in die lokale Kultur ist von ausschlaggebender Bedeutung für die qualitätsorientierte Arbeit. Daher werden von IMO grösste Anstrengungen unternommen, lokale Inspektoren und Vertretungen einzusetzen und laufend zu schulen. Die IMO Gruppe versteht sich als Brücke zwischen Sprache und Kultur der einfachen Kleinbauern in Entwicklungsregionen und den anspruchsvollen Konsumenten hochtechnisierter Länder. Und dies nicht nur in einer, sondern auch in der Gegenrichtung! Mitspracherecht auf allen Ebenen Schlüsselfaktor der Qualitätssicherung ist die Eigenverantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters in seinem Tätigkeitsbereich. Durch konsequente Dezentralisierung werden alle Mitarbeiter in Verantwortungsbereiche miteinbezogen und zu eigenständigem Denken und Handeln angeregt. Der verantwortliche Mitarbeiter möchte ja auch bei der Entwicklung „seines“ Unternehmens mitwirken: bei IMO übernimmt jeder Mitarbeiter neben seinem eigenen auch fachübergreifende Aufgaben, in denen er gestalten und mitbestimmen kann. Dank kleinräumiger, regionaler Strukturen, die sinnvoll vernetzt sind und zusammen einen einheitlichen „Organismus“ bilden, ist dies bis hinauf zur Geschäftleitung möglich. Das wird auch in der Struktur der neuen Holding abgebildet: Diese hält die Mehrheit der Anteile an allen Regionalgesellschaften und ist somit zentrale Kraft mit der Aufgabe, das Qualitätsmanagement und die Corporate Identity in allen Teilen der Welt gleichermassen umzusetzen. Das Stimmerecht in der Holding ist dagegen an die Regionalgesellschaften verteilt, wobei Grösse (Umsatz, Anzahl Mitarbeiter), Bedeutung (Qualifizierung, Angebotspalette) und Erfahrung (Dauer der Mitgliedschaft in der IMO Gruppe) berücksichtigt werden. Bei der rasanten Entwicklung des Marktes ist nun aber mit ständigen Veränderungen und neuen Mitgliedern zu rechnen, was eine einmalige Verteilung der Aktienrechte bald aus dem Gleichgewicht bringen und ungerecht erscheinen lassen könnte. Daher hat man sich für die Form des Nutzniessungsrechtes entschieden: Nach drei Jahren erfolgt eine Neugewichtung und Neuverteilung der Stimmrechte angepasst an die aktuelle Situation in den Regionen. Solidarität – kein Lippenbekenntnis Zusätzlich zu den Beteiligungen legen die Mitglieder der IMO Gruppe in einem Arbeitsvertrag die Prinzipien der Zusammenarbeit fest. Neben der regionalen Autonomie jedes Mitglieds wird hier auch die Verpflichtung zur gegenseitigen Förderung und Unterstützung, zu interner Dienstleistung aber auch zu internen Ansprüchen genannt. Eine Gruppe ist so stark wie ihr schwächstes Glied – es gilt, jedes einzelne Mitglied in seiner nationalen, ökonomischen und sozialen Umgebung zu stärken und gleichzeitig gemeinsam die Möglichkeiten und das Potential der Gruppe zu maximieren. Entwicklungsarbeit - ein Kulturbeitrag in vielerlei Hinsicht Qualitätssicherung wird bei IMO grundsätzlich als Entwicklungsarbeit aufgefasst. Im Grunde also eine gemeinnützige Tätigkeit: daher sind die Anteile an der neuen Holding gänzlich im Besitz der Bio-Stiftung, einer nicht profitorientierten Stiftung zur Förderung umweltgerechter Produkte und eines alternativen Konsumverhaltens. Durch die Zertifizierungstätigkeit erwirtschaftete Erträge können somit vollständig in die Weiterentwicklung oder in kulturelle Aktivitäten investiert werden. Internationale Qualitätssicherung und Zertifizierung ist im eigentlichen Sinne eine kulturelle Aufgabe. Die IMO Gruppe hat sich verpflichtet, ein halbes Prozent ihrer Umsatzes (nicht des Gewinns, nota bene) für die Förderung kultureller Initiativen zur Verfügung zu stellen. Auch dies erfolgt wieder dezentral in den Regionen und durch die Menschen, durch die der Umsatz erzielt wird. Der Mensch im Mittelpunkt IMO stellt den Menschen in den Mittelpunkt seiner Tätigkeit und seines Bestrebens. Das wirkt sich auf die Arbeitsbedingungen aus. Nicht zufällig trägt IMO die Auszeichnung „frauenfreundliches Unternehmen“, wobei die Vorzüge flexibler Arbeitszeit, Teilzeitpensen, Arbeitsplatzgestaltung etc. natürlich auch den männlichen Mitarbeitern zugute kommen. Mehr noch, der Erfolg des Unternehmens – gerade im Bereich der Dienstleistung und der Qualitätssicherung – basiert auf der Motivation der Mitarbeiter und dem gegenseitigen Vertrauen innerhalb des Unternehmens. IMO hat sich daher entschieden, die Löhne bereits am Monatsanfang zum voraus zu überweisen. Vertrauen schenken schafft Vertrauen! Durch die Umstrukturierung gut gerüstet und hoch motiviert nimmt die IMO Group AG jetzt die nächste Stufe ihrer Unternehmensentwicklung in Angriff. Contact Dr. phil. Ines Hensler Institut für Marktökologie Public Relations Tel. +41 71 626 0 633 ih@imo.ch |
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